Schlagzeilen
Eine gelungene Veranstaltung durch die Presse gewürdigt.
© RZ Koblenz
Chöre lieferten Beweise ihres Könnens
Konzert Überzeugende Leistungen der Sänger in der Neustädter Pfarrkirche
Von unserer Mitarbeiterin Christiane Tolle
M Neustadt. In der katholischen Pfarrkirche St.Margarita Neustadt-Wied
veranstaltete der Kreis-Chorverband Neuwied ein klangvolles Konzert mit sechs
Chören aus dem weiteren Umfeld. Der Kreis-Chorvorsitzende Herbert Kutscher
begrüßte die zahlreichen Anwesenden und Ehrengäste und dankte vor allem
Pastor Strauch dafür, dass das Konzert in dieser schönen Kirche stattfinden
konnte.
Die weltlichen Chöre hatten, dem Rahmen entsprechend, jeweils drei geistliche,
besinnliche Lieder für ihre Auftritte ausgewählt, wie Kreis-Chorleiter Axel E.
Hoffmannn anerkennend hervorhob. Hoffmann führte in launiger und gekonnter
Weise durch das Programm. Der Zweite Kreis-Chorleiter Wilfried Stopperich
stellte gleich zwei Chöre vor. Zu Beginn sang der Frauenchor 1989
Heimbach-Weis neben einem „Santa Maria“ zwei Spirituals in schönen,
anspruchsvollen Sätzen. Auch der MGV Rüscheid zusammen mit dem
Frauenchor Frohsinn Rüscheid, in dem die Damen in deutlicher Überzahl waren,
gefiel unter anderem mit dem Gefangenenchor aus Nabucco und „Jerusalem“, in
dem Elfi Stopperich mit ihrem klangvollen Sopran die Hörer erfreute, am Klavier
begleitet von Albert Jahn.
Zwei Chorgemeinschaften traten auf, die eine bestehend aus dem MGV
Heddesdorf 1846 Neuwied und dem auf der anderen Rheinseite ansässigen
MGV Liederkranz 1930 Lützel besteht seit acht Jahren, die andere, die
Chorgemeinschaft MGV Concordia Niederbreitbach mit dem MGV Frohsinn
1911 Hausen sogar schon seit 38 Jahren. Die Heddesdorf-Lützeler unter der
Leitung von Gregor Beck erzählten in ihrem Lied „Vineta“ von dem sagenhaften,
untergegangenen Land. Im Programm der Niederbreitbach-Hausener gefiel
besonders Dietrich Bonhoeffers „Von guten Mächten wunderbar getragen“, in
dem ein Solist gekonnt die Strophen sang und der Chor in den Refrain einfiel.
Die Klavierbegleitung lag in den Händen des Dirigenten Jürgen Hofstötter.
Der Frauenchor „Melodia“ Asbach unter der Leitung on Günther Brandenburger
hat schon mehrere Meisterchor-Würden ersungen. Hohe Klangqualität und
Musikalität der Sängerinnen konnten die Zuhörer erleben in Max Regers „Im
Himmelreich ein Haus steht“ und zwei Kompositionen des Österreichers Lorenz
Maierhofer, die ein wenig an Hugo Distler erinnern.
Auch hier erfreuten ausgezeichnete Solostimmen. Einen satten Männerchorklang
boten zum Abschluss die Sänger des MGV 1842/78 Oberbieber, die ihrem
Chorleiter Uwe Hürland schon seit 30 Jahren treu sind – oder er ihnen.
Ausgezeichnete Aussprache und damit Textverständlichkeit, ausgefeilte Dynamik
und Klangschönheit zeichnet diesen Chor aus.
Überhaupt fielen bei den aufgetretenen Chören gute alte Sängertraditionen wie
häufiges Auswendig- und A-cappella-Singen angenehm auf. Ein sehr schönes,
erlebnisreiches Konzert, das die Zuhörer und Ausführenden froh und zufrieden
nach Hause entließ.
RZ Linz, Neuwied vom Freitag, 11. November 2011
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